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Onkologische Versorgungs- und Outcomeforschung

Onkologische Versorgungs- und Outcomeforschung

Hintergrund & Ziel

Versorgungs- und Outcomeforschung rücken immer mehr in den Fokus der Medizin. Mit dem demographischen Wandel und dem medizinischen wie auch technischen Fortschritt steigt der Anteil an Menschen, die eine komplexe medizinische Versorgung in Anspruch nehmen. Es besteht ein hoher Bedarf an patientenorientierten, wissenschaftlich begründeten Versorgungskonzepten , die auf solider Datenbasis entwickelt, deren Angemessenheit und Nutzen valide evaluiert und die im medizinischen Alltag passgenau implementiert werden müssen. Ein professions- und sektorenübergreifender Ansatz ist dabei unverzichtbar.

Das übergeordnete Ziel des Kernbereiches besteht in der Verbesserung der Versorgungsqualität und der Umsetzung von Konzepten zur individuellen, evidenzbasierten Versorgung von Patienten mit Tumorerkrankungen. Hierbei spielen die Translation klinischer Erkenntnisse in die onkologische Routineversorgung sowie die Implementierung wissenschaftlicher Evidenz in den Versorgungsalltag eine herausragende Rolle. Das Team arbeitet an Lösungen zur elektronischen Erfassung von Symptom- und Lebensqualitätsdaten zur unmittelbaren Nutzbarkeit der erfassten Parameter für das Behandlungsteam sowie an der systematischen Integration dieser Anwendungen in den Versorgungsalltag. Weiterhin liegt der Fokus im Aufbau und der Pflege einer Patientenkohorte mit umfassenden Informationen zum Follow Up sowie zur onkologischen Nachsorge der Tumorpatienten. Eine zentrale Rolle in der Erfassung des Versorgungsbedarfs spielt zudem die kritische Analyse von Leistungsinanspruchnahme, Indikationsstellung, Versorgungswegen sowie der Versorgungsqualität.

Für die Generierung evidenzbasierter Forschungsergebnisse ist die umfassende Nutzung aller verfügbaren Datenquellen entscheidend. Durch die Zusammenführung von klinischen Daten des Klinikinformationssystems (KIS) und des Tumordokumentationssystems (TDS), Daten des klinischen Krebsregisters, Patienteneinschätzungen zu Lebensqualität, Krankheitssymptomen und Patientenpräferenzen (Patient-Reported Outcomes) sowie Sekundärdaten, z.B. der gesetzlichen Krankenkassen, soll eine umfassende Evaluation von Versorgungskonzepten sowie die Validierung klinischer Forschungsergebnisse im Kontext der Routineversorgung ermöglicht werden.

Das Team und Kontakt

Tina Hennig
Medizinische Dokumentationsassistentin am Universitäts KrebsCentrum
Tel.:0351 458 3319
E-Mail:

Aktuelle Projekte

Titel

Beschreibung

UCC Lebensqualität

Abstimmung und Entwicklung eines generischen, qualitätsgesicherten, entitätsübergreifenden Basismoduls zur Erfassung von Patient-Reported Outcomes in der onkologischen Routineversorgung. Implementierung in der UCC-Ambulanz und perspektivisch in weiteren onkologischen Fachbereichen.

UCC Follow-Up Datencenter

Implementierung einer Langzeitdokumentation (Follow-Up, Nachsorge) im UCC mittels Daten des Klinischen Krebsregisters. Kooperation des UCC mit dem RKKRD. Patienten-/Behandlungsdaten im TDS werden mittels KIS (Orbis) und der Daten des RKKRD ergänzt und vervollständigt, um die Follow-Up Dokumentation auf dem aktuellsten Stand zu halten. Perspektivisch werden weitere Datenquellen erschlossen.

Publikationen

2017

M. Schuler, F. Trautmann, M. Radloff, L. Hentschel, T. Petzold, M. Eberlein-Gonska, G. Ehninger, J. Schmitt (2017) Implementation and first results of a tablet-based assessment referring to Patient-Reported Outcomes in an inpatient cancer care unit. Z. Evid. Fortbild. Qual. Gesundh.wesen (ZEFQ).

M. Schuler, J. Schildmann, F. Trautmann, L. Hentschel, B. Hornemann, A. Rentsch, G. Ehninger, J. Schmitt (2017) Cancer patients' control preferences in decision making and associations with patient-reported outcomes: a prospective study in an outpatient cancer center. Support Care Cancer.

2016

F. Trautmann, L. Hentschel, B. Hornemann, A. Rentsch, M. Baumann, G. Ehninger, J. Schmitt, M. Schuler (2016) Electronic real-time assessment of patient-reported outcomes in routine care – first findings and experiences from the implementation in a comprehensive cancer center. Supportive Care in Cancer, 24(7):3047-3056.

M. Schuler, F. Trautmann, M. Radloff, R. Schmädig, L. Hentschel, M. Eberlein-Gonska, T. Petzold, H. Vetter, S. Oberlack, G. Ehninger, J. Schmitt (2016) Implementation of a mobile inpatient quality of life (QoL) assessment for oncology nursing. Supportive Care in Cancer, 24(8):3391-9.

Kongressbeiträge

2017

Trautmann, F. et al. (2017) Erfassung und Nutzung von Patient-Reported Outcomes in der Routineversorgung: Ein Praxisbeispiel zu Entwicklung und Implementierung eines Tablet-gestützten Befragungsinstrumentes. 3. Interdisziplinärer Kongress "Quality of Cancer Care“.

2016

Trautmann, F. et al. (2016) Implementierung einer elektronischen Patientenbefragung zur Erfassung von Patient-Reported Outcomes (PRO) und Lebensqualität in der onkologischen Routineversorgung.15. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung.

Trautmann, F (2016) Utilization of the German skin cancer screening program and effects on melanoma incidence and disease severity – a secondary data-based analysis. 11. Jahrestagung der DGEpi.

2015

Trautmann, F. et al. (2015) Cancer patients' preferences regarding control in decision making and possible determinants - Findings from a German outpatient cancer center. 14. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung. doi: 10.3205/15dkvf247